Noch so ein großes Buzzword. Von der Bedeutung des Social Media Marketing reden ja alle. Was ist damit gemeint? Die knappe Antwort: Werbung in sozialen Netzwerken. Das ist weit mehr als nur ein verrückter Trend erfunden von amerikanischen Marketing-Gurus. Es ist seit mehreren Jahren einer der wichtigsten Wege, Kunden im Internet zu erreichen.
Wer Social Media Marketing hört, denkt sofort an Facebook. Und Werbeanzeigen auf Facebook. Aber ist das schon alles? Wohl kaum. Facebook ist zwar die wichtigste Plattform im World Wide Web – immerhin sind weltweit über anderthalb Milliarden Menschen bei Facebook angemeldet. Aber ist nicht das einzige Feld, das es beim SMM zu beackern gilt. Andere Netzwerke haben ebenfalls Millionen aktiver Nutzer und bieten interessante Möglichkeiten, mit der eigenen Zielgruppe in Kontakt zu kommen. Hier einige der großen Netzwerke, die fürs Social Media Marketing relevant sind.
Die Zahlen – Social Media Nutzer in Deutschland
- Facebook: 31 Millionen, davon sind 23 Millionen täglich aktiv (September 2017)
- Instagram: 15 Millionen (August 2017)
- Twitter: 3 Millionen (2017), davon aber nur ca. 1 Millionen aktive Nutzer
- Pinterest: 3 Millionen
- YouTube: 6 Millionen
- Google+: schwer zu schätzen – zwischen 600.00 und 6 Millionen (2017)
Hinzu kommen die Messenger-Dienste, die längst nicht mehr nur dazu dienen, Nachrichten an Freunde und Familie zu senden. Auch hier kann man seine Zielgruppe erreichen, aber es ist etwas schwieriger, weil es zuerst einmal das Einverständnis des einzelnen Nutzers braucht.
- Messenger Nutzer in Deutschland
- Facebook Messenger: 9 Millionen (2017)
- WhatsApp: 37 Millionen (2017)
- SnapChat: 3,5 Millionen (2017)
Und wie geht jetzt Social Media Marketing?
Das geht ganz einfach: Posten. Also einen Beitrag im sozialen Netzwerk veröffentlichen. Eine Zielgruppe besteht eben aus Menschen wie du und ich. Sie möchten gerne etwas Interessantes lesen und Schönes sehen. Sie sind auf der Suche nach Informationen. Im Idealfall ist Social Media Marketing eben nicht das ständige Wiederholen von Kauf-Aufforderungen. Es geht viel mehr darum, eine Verbindung zu diesen Menschen (die durchaus potentielle Käufer sind) herzustellen und ihnen Mehrwert zu bieten. Dieser Mehrwert kann beispielsweise aus Blog-Artikeln bestehen. Nun hat es keinen Sinn, den ganzen Artikel, den man sorgsam für den Blog geschrieben hat, einfach in das Feld eines Facebook-Posts hineinzukopieren und das zu veröffentlichen.
Die sozialen Netzwerke sind dazu geeignet, die Leser auf den neuen Beitrag hinzuweisen und einen Link anzubieten, sodass der geneigte Leser mit einem Klick dorthin gelangt. Denn bei allen Plattformen muss einem klar sein, dass jeder Einzelnen tägliche Hunderte von Posts zu sehen bekommt. Bei Twitter ist eine Meldung ohnehin auf 140 Zeichen begrenzt.
Aber auch in anderen Netzwerken kann es nicht schaden, sich kurz zu fassen und Interessenten an anderer Stelle mit mehr zu versorgen. Hochwertige Informationen zu Themen, die der Zielgruppe am Herzen liegen – das ist es, was Verbindung schafft und Vertrauen aufbaut. Gleichzeitig bietet sich die Chance, die Zielgruppe von der eigenen Kompetenz und Expertise zu überzeugen. Jeder arbeitet gerne mit Menschen zusammen, die wirklich Ahnung von ihrem Fach haben und nicht nur auf Verkäufe aus sind. Wer dann noch eine Geschichte zu erzählen weiß, wird sich ohne Probleme eine wachsende Zahl von treuen Fans aufbauen können.
Content Strategie
Wie schon in den Absätzen weiter oben erwähnt, kann man Social Media dazu nutzen, Kunden zu gewinnen. Dazu braucht es den kleinen Umweg über den Content. Als Content werden Inhalte bezeichnet. Im besten Fall bieten diese Inhalte für den Leser und Betrachter einen Mehrwert. Er erfährt etwas, das ihn interessiert und ihm hilft, sein Problem zu lösen.
Dazu muss also Content her. Bei Instagram sind es naturgemäß Bilder, meistens Fotos. Bei Facebook hat man mehr Optionen: Ein Beitrag kann aus einem Foto oder einem Video bestehen. Es kann sich auch um einen Text handeln, der zusätzlich ein Foto hat oder auch nicht.
Um mit den Interessenten, Fans oder Followern in Kontakt zu bleiben, liefert man ihnen regelmäßig frische Ware = Beiträge. Damit man nicht den Überblick verliert, ist es allemal sinnvoll, immer ein wenig im Voraus zu denken und einen Plan zu haben, wann man den Lesern welche Inhalte anbieten möchte. Wer sich aufs Digital Storytelling versteht, hat dabei eine sehr genaue Vorstellung, welche Message er wann auf welchem Kanal platziert. Weiterer Vorteil: Wer seine Inhalte für ein paar Tage im Voraus geplant und vorbereitet hat, kann entspannt in die Woche gehen, gerne auch in den Urlaub, und seine Zielgruppe trotzdem regelmäßig mit Content versorgen. Wer den Austausch mit den Lesern sucht, unterbricht die einseitige Flut an Lese-Beiträgen auch mal mit einem Quiz oder einer Umfrage.
Wie oft und wann?
Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Generell gilt: Den Fans dreimal täglich einen Post mit „Kaufen“-Button in den Newsfeed zu schieben ist meistens nicht von großem Erfolg (= Umsatz) gekrönt. Es gibt Untersuchungen, wer wann was liest. Hier ist es schön aufbereitet: http://www.kontor4.de/beitrag/beste-posting-zeiten-in-sozialen-netzwerken.html
In der Kurzfassung: Pinterest und Instagram täglich, Facebook 2 bis 3 Mal pro Woche am besten morgens, Twitter etwas häufiger gerne zur Mittagszeit. Tatsächlich hängt es aber auch ein wenig von der Zielgruppe ab – Berufstätige haben beispielsweise am ehesten auf dem Weg zur und von der Arbeit sowie in der Mittagspause Zeit, ihre sozialen Netzwerke auf Neuigkeiten zu checken.
Was hat das mit Marketing zu tun?
An sozialen Netzwerken kommt heute niemand mehr vorbei. Wer Social Media Marketing beherrscht, beherrscht Pull-Marketing. Er kann Interessenten zu Käufern machen, ohne sie dazu drängen zu müssen. Indem er seiner Zielgruppe dort begegnet, wo sie sich wohl fühlt, kann er Vertrauen aufbauen und seinen Kunden Mehrwerte bieten. Diese Punkte kann man nicht genug betonen: Vertrauen ist wichtig – nicht um es zu missbrauchen, sondern weil auch eine Geschäftsbeziehung eine Beziehung ist, in der Vertrauen die Grundlage ist.
Kunden sind keine Geldmaschinen, die es auszulutschen gilt, sondern sie können ehrliche Geschäftspartner, die auch kostenlosen Mehrwert bieten, erkennen und werden das mit Vertrauen honorieren. Sie entscheiden, ob und wann sie kaufen möchten. Und ganz gewiss möchten sie nicht von jemanden etwas kaufen, bei dem sie sofort das Gefühl haben, abgezockt zu werden. Ganz gleich, ob sie bei einem Affiliate Marketer kaufen oder einem Hersteller digitaler Produkte oder einem T-Shirt-Anbieter.
Du bist dir nicht sicher, wie du Posts für soziale Netzwerk schreibst, die richtig angekommen? Da weiß ich was für dich: Ein kleiner, aber feiner Gratis-Leitfaden: 121 TIPPS für den perfekten Social Media Post Kostet genau 0 Euro, ist ein super Hilfe.
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